2018
80 Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie von Kommunen und Verbänden sind der Einladung der koordinierenden Bündnispartner der Initiative h2-well zum Auftakt ins Schloßberghotel nach Sonneberg gefolgt.
In fünf Arbeitsgruppen zu ausgewählten Themen diskutierten die Akteure anschließend über die Entwicklung und die Umsetzung einer grünen, dezentral organisierten Wasserstoffwirtschaft. Die Veranstaltung ist auf eine große Resonanz gestoßen, was durch vielfältige Presseberichte bestätigt wird. In sämtlichen Arbeitsgruppen haben die Teilnehmer bekräftigt, etwas gemeinsam vor Ort bewegen zu wollen. Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen lieferten das Grundgerüst für die weitere Arbeit des gesamten Bündnisses.
2019
Am 14. März hat ein Team bestehend aus Dr. Joachim Löffler (AVX/Kumatec GmbH & Co. KG), Dr. Christian Reiser (WTZ Roßlau GgmbH), Dr. Sabine Schmidt (SolarInput e.V.), Prof. Dr. Mark Jentsch (Bauhaus-Universität Weimar) und Dr. Heiko Voigt (Bürgermeister der Stadt Sonneberg) das Innovationskonzept des WIR!-Bündnisses h2-well vor einer Auswahljury im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin präsentiert.
Das Ziel und die Strategie zwischen Main und Elbe bis 2025 eine regionale, grüne Wasserstoffwirtschaft umzusetzen, haben überzeugt. Am 20. März wurde das Bündnis darüber informiert, dass es für die Umsetzung seiner Ideen eine Bundesförderung erhält.
2020
Das Vorhaben zur Strategiefortschreibung wird in den einzelnen Umsetzungsprojekten des h2-well-Bündnisses initiierten Prozess im Sinne einer Konzeptfortschreibung unterstützen und begleiten, um damit die Grundlage für eine langfristige Entwicklung zu schaffen.
Das im Rahmen des Vorhabens zu erstellende, erweiterte WIR!-Konzept ist eines der zentralen Instrumente zur Ergebnisverwertung der Erkenntnisse aus dem WIR!-Bündnis h2-well im Hinblick auf die Umsetzung dezentraler Wasserstoffsysteme und -infrastrukturen. Es liefert zudem eine Grundlage für die weitere Arbeit der Bündnispartner im Innovationsfeld. Weiterhin erfahren die Innovationsansätze aus dem Bündnis eine Verbreitung über die Maßnahmen zur Partizipation der Öffentlichkeit sowie die geplanten Veranstaltungen und Workshops.
[Abschluss Phase 1 des Projektes Strategiefortschreibung 06/2023]
Ziel des Projekts Innovationsmanagement und Öffentlichkeitskommunikation ist es, die Innovationsprozesse im h2-well Bündnis zu steuern und zu fördern. So sollen Innovationen auf dem Gebiet der dezentralen Wasserstoffforschung unterstützt werden und Innovationen langfristig verstetigt werden.
[Abschluss Phase 1 des Projektes Innovationsmanagement 08/2023]
Im h2-well Markthochlauf geht es um die Konzeption des Markthochlaufs zur strategischen Implementierung und Umsetzung von Wasserstofftechnologien in regionalen Infrastruktursystemen für Elektrizität, Mobilität, Wärme- und Sauerstoffnutzung. Es ist ein Verbundprojekt innerhalb des Projektes „h2-well“ – Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion Main-Elbe-Link.
Es reicht nicht aus eine Wasserstoffstrategie zu verfolgen, sondern die genaue Untersetzung dieser Strategie mit definierten Umsetzungsmaßnahmen mit Meilensteinen und das Einbeziehen der Nutzer und Anwender, ist entscheidend für eine erfolgreiche Marktdurchsetzung von Wasserstofftechnologien.
Das Projekt verfolgt so das Ziel, einen regionalen Strukturwandel einzuleiten, der auf Innovationen rund um Wasserstoff als Energieträger basiert und adressiert damit ganz konkret die Herausforderung einer sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft vor Ort.
[Abschluss des Projektes Markthochlauf 11/2023]
2021
In diesem Projekt werden neue Komponenten und Konzepte für die dezentrale Erzeugung von Wasserstoff, die Verdichtung und die effiziente Nutzung des Gases im Wärmesektor erprobt. Im Zentrum der technischen Entwicklungsarbeiten stehen ein Proton-Exchange-Membrane-(PEM)-Hochdruckelektrolyse-Stack, ein innovativer H2-Hochdruckverdichter sowie ein Wasserstoff-Sauerstoff-Kreislaufmotor, deren Wärmeauskopplung mit einer Standard-Brennstoffzelle verglichen werden soll. Durch neu konzipierte Programme zur Aus- und Weiterbildung von H2-Fachkräften soll die notwendige Expertise für die angestrebte Markteinführung der Innovationen in der Region aufgebaut werden.
[Abschluss des Projektes PEM4Heat 02/2024]
Im Forschungsvorhaben h2well-compact wird die dezentrale Wasserstofferzeugung und -Anwendung in der Mobilität modellhaft erprobt. Grünen Wasserstoff herstellen, mit lokaler erneuerbarer Energie und damit eine Betriebstankstelle für Brennstoffzellenfahrzeuge beliefern – die Entwicklung eines solchen H2-Versorgungssystems ist das Ziel in h2well-compact.
[Abschluss des Projektes h2well-compact 06/2024]
2022
Nach erfolgreicher Vorstellung und Verteidigung des erweiterten WIR!-Konzeptes vor dem Auswahlgremium des BMBF am 25.01.2022, kann das WIR!-Bündnis h2-well nun mit der zweiten Umsetzungsphase beginnen.
2023
Das Ziel des Forschungsprojektes Grüner Kalk ist es, ein Konzept zur effektiven CO2-Abscheidung und -Nutzung für ein Kalkwerk zu entwickeln. Dieses Konzept soll dann in einer Pilotanlage umgesetzt werden, um die Tragfähigkeit des entwickelten Konzeptes zu demonstrieren. Es soll der Nachweis einer klimaneutralen Kalkherstellung im wirtschaftlichen Kontext erbracht werden.
Das Ziel des h2-well Markthub ist die Unterstützung bei der erfolgreichen Marktpositionierung, Skalierung und Marktdiffusion von in der h2-well Region entwickelten, sektorenübergreifenden h2–Systemlösungen in den Bereichen Industrie, Mobilität, Logistik, Wärme und Baustoffen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Lösungen für die dezentrale, grüne Wasserstoffwirtschaft gelegt. Eine wissenschaftliche Analyse des Marktumfelds nimmt diese in den Blick und liefert – aufbauend auf der Erarbeitung eines Marktindex und einer Akteurslandkarte – Handlungsempfehlungen, welche in einem Leitfaden zur regionalen H2-Marktdiffusion zusammengeführt werden. Das Herzstück der Projektarbeit bildet der Aufbau des hybriden h2-well Markthubs, der in Form einer digitalen und analogen Plattform einen Informationsfluss, Austausch- und Diskussionsraum insbesondere für die Akteur*innen des h2-well Bündnisses und darüber hinaus für weitere regionale Akteur*innen bietet.
Hier finden Sie die interaktiven Akteurskarten und weitere Links der H2Thek im Projekt Markthub
Das Forschungsvorhaben Pho2zon hat zum Ziel, das Nebenprodukt der Wasserelektrolyse, den Elektrolysesauerstoff, in Ozon umzuwandeln und dieses gemeinsam mit dem Photokatalyseverfahren in Kläranlagen einzusetzen. Hiermit werden in der sogenannten 4. Reinigungsstufe zum Abbau von Mikroschadstoffen höhere Reinigungsleistungen erzielt als es bisher möglich ist.
Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird ein neuartiges System zur CO2-neutralen Energieversorgung von Gewerbebetrieben entwickelt, umgesetzt und erprobt. Untergebracht ist dieses System zur kombinierten Strom- und Wärmeversorgung in der sogenannten Energy-Station, einem Demonstrationsgebäude beim Projektpartner WTZ Roßlau gGmbH.
Zur optimalen Verschaltung einzelner Wärmequellen und -senken dient hierbei ein neu konzipiertes intelligentes Wärmeverteilungsnetzwerk (Thermodynamische Weiche).
Die Inbetriebnahme erster Systemteile – wie Wärmepumpe, Speicher und Verteilsystem – ist für das 3. Quartal 2025 geplant. Das Ziel des Forschungsprojektes energy4CHP ist es zu demonstrieren, inwieweit klimaneutrale Energieversorgung für Industrie und Forschung in der Praxis umgesetzt werden kann.
Die zentralen Handlungsfelder der h2-well Strategiefortschreibung sind die Weiterentwicklung des WIR!-Bündnisses h2-well über das Projektende hinaus, die Wissenschaftskommunikation – sowohl in Fachkreisen als auch in der Öffentlichkeit – sowie die Qualifizierung und die Erfolgskontrolle hinsichtlich der Erreichung des Bündnisziels.
So wird durch das kontinuierliche Monitoring des Bündnisfortschritts im Abgleich mit regionalen, nationalen und globalen Entwicklungen die Relevanz der Bündnisarbeit für eine langfristige Verstetigung der h2-well Ansätze in der Region sichergestellt. ⠀
Das Gesamtziel des Vorhabens ist es, einen Strukturwandel zur langfristen Förderung und Verstetigung der Wasserstoffinnovationen im h2-well Bündnis auch über die Projektlaufzeit hinaus zu sichern. Darüber hinaus soll die Innovationskraft des Bündnisses langfristig unterstützt werden, wodurch der innovationsbasierte Strukturwandel wiederum beschleunigt werden kann.
Durch die Pflege und den Ausbau des Akteurs-Netzwerkes, in welchem sowohl Bildungseinrichtungen, Industriepartner und auch öffentliche Einrichtungen vertreten sind, wird die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen weiter ausgebaut. Dies wird vor allem durch die Steigerung der öffentlichen Sichtbarkeit des Bündnisses und die Organisation von Workshops und Konferenzen erreicht. Dadurch wird zudem der Transformationsprozess in der Gesellschaft aktiv begleitet und die h2-well Bündnisregion als eine Anlaufstelle für (hoch)qualifiziertes Personal etabliert.
2025
Mit diesem Vorhaben wird ein Prüfsystem für Stähle und andere Metalle aufgebaut, welches es ermöglicht, die Einsatzfähigkeit der Materialien im Reinstwasserbereich von Elektrolysezellen zu überprüfen. Dadurch sollen teure und schwer beschaffbare Materialien für die Elektrolyseur-Herstellung ersetzt werden. Nach dem Aufbau eines für diesen Zweck ausgelegten Prüfstandes sollen bereits im Laufe des Projektes einige vielversprechnde Stahlsorten untersucht werden.
Plattform für eine dezentrale integrierte Wasserstoff-Energiesystemplanung in Industrie- und Gewerbegebieten
Gegenstand des Vorhabens ist die Entwicklung einer digitalen Plattform für Unternehmen in Industrie- und Gewerbegebieten zur Simulation und Einschätzung des Potenzials zum Einsatz von grünem Wasserstoff vor Ort. Unternehmen aus dem Industrie- und Gewerbegebiet können über eine standardisierte Eingabemaske ihre Energieverbrauchsdaten (Strom, Erdgas, Kraftstoffe, Wärme etc.) auf der Plattform eingeben. Basierend auf den Angaben der Unternehmen und der Region wird der mögliche Einsatz von grünem Wasserstoff und Nebenprodukten wie z.B. Abwärme oder Sauerstoff in einer Energiesystemmodellierung ermittelt. Die Erstellung des Modells für die Simulation erfolgt zunächst manuell, im Rahmen des Vorhabens sollen für unterschiedliche Industrie- bzw. Gewerbegebietstypen (bspw. mit Schwerpunkten in Produktion oder Logistik) automatisierte Verfahren zur Erstellung des Modells entwickelt werden.
GE-Anion - Gerillte Elektroden für die Anionen-Austausch-Membran
Mit dem Vorhaben GE-Anion soll AEM-Wasserelektrolyse durch Innovation marktfähig gemacht werden. Dafür soll die Strukturierung von Membran-Elektroden-Einheiten in der AEM-Wasserelektrolyse erprobt und ein entsprechender Demonstartor erstellt werden. Das System soll skalierbar werden und ohne Edelmetalle auskommen, damit die AEM-Technologie marktfähig gemacht werden kann. Das soll vor allem die dezentrale Wasserstoffwirtschaft voranbringen, und die Wertschöpfung durch Wasserstoff im Mittelstand erhöhen.
Nutzung von Wasserstoff als klimaneutrales Prozessgas für den Brand von Dachziegelprodukten
Schwerpunkte des Projektes:
- Erforschung der Reaktionsmechanismen in den Rohstoffen bei wasserdampfhaltiger Atmosphäre
- Keramtechnologische Untersuchungen von Rohstoffen und Brennprodukten
- Durchführung von Laborbrennvorgängen mit Wasserstoff
- Entwicklung eines verfahrenstechnischen Konzepts, mit dem es möglich wird, ein solches Brennverfahren sicher und wirtschaftlich in einem kontinuierlichen Prozess im Industriebetrieb der Dachziegelproduktion einzusetzen